Zu mir

Zu meiner Fotografie

Die alte Fujica ST605 meiner Eltern hat mich im Jahr 1998, noch als Teenager, zur Fotografie gebracht. Diese Spiegelreflex, ein Relikt aus den Siebziger Jahren, war mir ein kostbarer Schatz und ein guter Lehrmeister: Sie erforderte es, sich wirklich mit den Grundlagen der Fotografie auseinanderzusetzen. Es genügte nicht, nur „auf’s Knöpfchen zu drücken“, es ging vielmehr von Anfang an darum, die Zusammenhänge und das Zusammenspiel der Kamera sowie ihre Einstellungen zu verstehen und gezielt am Motiv einzusetzen, um gute Ergebnisse zu erhalten. Hiervon habe ich ungemein profitiert.

Auch meine erste eigene Spiegelreflex, eine Canon EOS 300, war noch eine Analogkamera. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar, dass die Analogfotografie meine ersten fotografischen Jahre geprägt hat, denn neben der Frage des Verständnisses erzieht einen die Analogfotografie auch zu einer gewissen „Sparsamkeit“, was die Menge der Bilder betrifft, die man produziert; jeder Film und jede Entwicklung kostet Geld, nach maximal 36 Bildern ist der Film voll – jedes Bild hat einen Wert und wird ganz bewusst gemacht. Es war mir wichtig, mir dieses Bewusstsein zu erhalten: Eine überschaubare Anzahl an Fotos finde ich – auch oder gerade in Zeiten der Digitalfotografie – äußerst angenehm.

Den Wechsel zur Digitalfotografie werden wohl die meisten, die zuvor analog fotografiert haben, als revolutionär empfunden haben. Mir ging es nicht anders. Auf einmal schien alles möglich; Unmengen an Bildern konnten produziert werden, ohne dass jedesmal Kosten für Film, Entwicklung und Abzüge anfielen. Das erzeugte Bild erschien direkt nach dem Auslösen auf dem Display. Speicherplatz war kein Problem mehr. Resultat: Experimentierfreude und der „Ausprobiermodus“ erreichten eine völlig neue Dimension.

Zwischen 2008 und 2010, während meines Umstiegs zur Digitalfotografie (eine EOS 500D, mit der ich immer noch gern fotografiere), habe ich abermals viel gelernt. Es folgte als Vollformat eine 5DMK II. In dieser Zeit kristallisierte sich heraus, was mich begeistert und mein Schwerpunkt beim Fotografieren werden würde: Stimmungen einzufangen, augenscheinlich öden Dingen eine neue Perspektive zu verleihen, das Leuchten im Trivialen festzuhalten. Hierdurch hat sich mein Blick auf die Welt um mich herum verändert. Auch prägt diese Sichtweise mein Herangehen an die Dokumentationsfotografie – an das Festhalten dessen, was sich wandelt und was Bestand hat: Alles erhält seine Gestalt irgendwo. Momente und Szenen entstehen und entschwinden wieder – und manche davon lassen sich einfangen für immer.

Heute

Nach etwa zehn „Lehr- und Wanderjahren“ mit meinen diversen Kameras (heute mit der 5DMK IV) fotografiere ich mittlerweile schwerpunktmäßig Hochzeiten sowie Events, Portraits und Reportagen, und kombiniere die Fotografie auch mit Text- und Gestaltungsprojekten. Ein ungewöhnlicher Bereich ist die Infrarotfotografie, sie ist seit einigen Jahren meine besondere Leidenschaft geworden.

Dennoch liebe ich es nach wie vor, durch die Gegend zu streifen und mit der Kamera einzufangen, was mir gefällt. Ich liebe die Weite und Einsamkeit nächtlicher Landschaften, die Farben und Stimmungen der Jahreszeiten und die hübschen Kleinigkeiten, die am Wegrand darauf warten, entdeckt zu werden. Dafür habe ich diese Seite – als einen Platz für das Schöne, das ich abseits von Kundenaufträgen um mich herum wahr- und mitnehme.

Sonstiges

Neben der Fotografie ist der Steptanz einer meiner großen Arbeitsbereiche. Seit etlichen Jahren unterrichte ich diese Tanzart und bin Steptänzerin im Jazz-Trio gentleRhythm. Weiterhin habe ich, nach einigen Jahren Berufstätigkeit in redaktionellen und administrativen Feldern, Technische Redaktion studiert (Hochschule Karlsruhe | Technik & Wirtschaft). Ich arbeite freiberuflich in all diesen Bereichen und lebe in Karlsruhe.

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